Spartanrace Sprint Wiener Neustadt Mai 2016

written by LAYLAH RABITSCH




Am Samstag, den 14. Mai 2016 fand es statt – das Spartan Race an der Militärakademie in Wr. Neustadt. Warum dieses Event sogar einen Nachbericht verdient hat? Weil ich nicht nur Vorort dabei war, sondern auch mittendrin.

 

Nach einigen Wochen Überredenskünsten, hatte ich mich dazu entschlossen, mein 1. Spartan Race zu laufen – die „Anfänger“ Variante natürlich – versteht sich doch von selbst, oder aber auch unter Sprint bekannt. Ich wusste einzig, es sind zwischen 5-8km Laufen und zwischendurch ein paar Hindernisse. Einige YouTube Videos später, war ich mir jedoch nicht mehr so sicher, ob ich mir das wirklich antun wollte. Jeder der mich nicht kennt, muss wissen, ich bezeichne mich schon mehr als das „Mädchen Mädchen“, nichts mit in den Matsch springen und sich unnötig dreckig machen. Aber es gibt für alles ein 1. Mal!

Nach dem Entschluss folgte die Anmeldung, und somit wurde es ernst. Aber nichts geht über eine gute Vorbereitung. Neben der üblichen zwei bis drei Workouts / pro Woche bei X-Sanity habe ich mich u.a. mit Crossfit, Laufen und TRX in Form gebracht.

 

Ein toller Pluspunkt war die offizielle Spartan Race Workout Tour, die Head Coach Gerd Fuetscher geleitet hat. Es gab' drei offizielle Trainingseinheiten mit 4-6 Co-Trainern: Donauinsel / Wiener Neustadt / Donaupark und man konnte sich auf upmysport.com hierfür anmelden, 125 freie Plätze gab‘ es und die Teilnahme war kostenfrei. Zu jedem Workout, gab‘ es auch ein cooles „I train for a Spartan Race“ T-Shirt dazu. Die Workouts haben zwischen 1.5-2.5h gedauert. Hier wurden wir bestens für das bevorstehende Race vorbereitet. Den krönenden Abschluss bildete noch eine zusätzliche Einheit kurz vor dem tatsächlichen Rennen. Die Einheit fand wieder im Donaupark statt, und hier wurden die Drop-Out Disziplinen: Speerwurf und Seilklettern bis zum Umfallen trainiert.

Nun war der Tag X gekommen. Schon bei unserem Eintreffen am Gelände waren wir positiv eingestimmt. Die ersten Läufer waren bereits im Ziel oder befanden sich noch unter Stacheldraht rollend in Richtung Zieleinlauf. Viel Matsch war auch nicht zu sehen, obwohl es zuvor noch wie aus Eimern geregnet hat. Ich war guter Dinge und dachte mir, „ach‘ das wird schon nicht so schlimm“.

Um 14:30 Uhr war unser Heat. Nach einem kurzen Warm-Up ging’s los. Es lagen 5km vor uns – und zahlreiche Hindernisse. Das Adrenalin schoss uns in die Venen und es half kein Jammern, ein Zurück gab’s auch nicht mehr. Matschig und nass war es zu Beginn durchaus, aber die ersten Hindernisse wurden bewältigt und langsam machte es sogar Spaß. Das Wetter war ein Traum – strahlender Sonnenschein und ein tolles Areal. Nach einigen Mauern, die wir bezwingen mussten, folgten die ersten Monkey Bars. Die wurden mit Bravour gemeistert. Weiter ging es mit einem Balance Akt über Baumstämme, Bag Carry und nun ging es auch weiter zu einem Hindernis, das vielen Angst machte: Seilklettern. Aber es kommt nur auf die Technik an – auch dieses Hindernis war geschafft. Weiter ging’s zu zahlreichen Stacheldrähten, hier rollten wir wie Sushi Rollen einfach unten drunter durch und wir mussten über einige weitere Mauern drüber. Monkey Bars Deluxe waren nun an der Reihe – aber auch hier konnte ich mit Konzentration punkten – „WOW dachte ich mir, da hat sich das Training ausgezahlt“!

Nun kam das Hindernis der Hindernisse: Speerwurf. Hier wurde es dann leider ernst und echt bitter. Nach bereits 5km Laufdistanz und vielen Hindernissen, musste ich dann 30 Burpees absolvieren – zur Strafe, weil der Speer natürlich nicht stecken bleiben wollte. Nach dem Speerwurf war es aber fast geschafft – zum Abschluss gab’s noch eine sehr hohe Mauer (es waren sicher 3m), aber hier wurde einmal mehr der „Community Gedanke“ sichtbar und man half mir mit einer Räuberleiter. Die Mauer war bezwungen und nun konnte der Sprung über das Feuer erfolgen – geschafft, mein 1. Spartan Race war vorüber. Medaille und T-Shirt wurden mir zur Feier des Tages überreicht. Der 1. Gedanke meinerseits aber: „Darf ich bitte schnell unter die Dusche!“

Aber das Gefühl nach dem geschafften Race war trotz Erschöpfung wirklich unbeschreiblich – das Training zahlte sich aus, die Glücksgefühle waren da und ich war richtig stolz und happy zugleich – und ja, es wird ein nächstes Mal geben!



Mehr Fotos findest du HIER


Zusammenfassung:

Wie war‘s für dich?

War richtig cool! Mit der richtigen Vorbereitung war's zwar immer noch eine Herausforderung, aber ich bin definitiv bereit für die nächste Stufe Super!

Ich habe sogar alle Hindernisse, bis auf eines (Sperrwurf) gemeistert und somit nur 1x 30 Strafburpees machen müssen. Das macht mich schon stolz!

 

Warum hast du teilgenommen?

Warum? Die Herausforderung, auf ein Ziel hinarbeiten, der Kick, Spaß, mein 1. Dirtrun. Vielleicht war es aber auch Gruppenzwang *gg*. Wir waren eine größere Gruppe, die gleichzeitig gestartet ist und haben im Vorfeld auch gemeinsam trainiert.

 

Was gefällt dir so besonders an Outdoor Events?

Die Stimmung, die Organisation rundherum, die Atmosphäre, dabei sein motiviert.

 

Und welche Emotionen verbindest du mit Spartan Races? Was fällt dir sofort ein, wenn du daran denkst?

Aroo - Matsch, Hindernisse, Grenzen überschreiten, stark sein!

Emotionen: da waren alle Art von Emotionen dabei, nervös zu Beginn, motiviert und voller Adrenalin, Glücksgefühl und Freude und Stolz, wenn man ein Hindernisse geschafft hat, Respekt.

 

Was hat dir besonders gefallen und was eher nicht?

Gut gefallen: das Gelände, die Weitläufigkeit, das Wetter, die Stimmung (es wurde geholfen, wenn benötigt, jeder hat gelacht und die Community der Spartan Races ist enorm - Zusammenhalt und für eine gemeinsame Sache "kämpfen"), die Organisation (hat alles reibungslos funktioniert), die Hindernisse (für mein 1. Race war echt alles dabei), die Workout Tour im Vorfeld war spitze.

Verbesserungsbedarf sehe ich bei: das Startgeld ist echt nicht ohne, näher zu Wien wäre daher auch nicht schlecht, mehrere (offizielle) Trainings als Vorbereitung (als Teil der offiziellen Workout Tour) und eventuell fürs Duschen im Nachhinein wäre warmes Wasser toll.

 

Bericht: Laylah R., Mai 2016

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