Laila Daneshmandi vom Kurier hat X-Sanity getestet und einen tollen Bericht veröffentlicht. Seht selbst was sie über X-Sanity sagt denn ein Video sagt mehr als 1000 Worte.



AUFGEBEN TUT MAN NUR EINEN BRIEF

21 Sep by Suzie Léger, Schauspielerin und Medienkünstlerin

 

„Verkörpere dein Ziel“, ist der Leitspruch der Fitnessstunde, die ich mir heute anschaue. Gerd, der Trainer, kommt mir bereits vor dem Eingang des Fitnesscenters entgegen. „Du schaust so aus als würdest du zu X-Sanity kommen!“ „Ähm ja.“ Ein wenig verblüfft, frage ich mich, ob mein heutiger Trainer neben seiner Tätigkeit als Fitnesscoach und seiner Karriere als Berufsoffizier zusätzlich noch Hellseher ist.

 

X-Sanity ist Gerds selbst konzipiertes Sportprogramm. Es ist eine Mischung aus Tabata, High Intensity Interval Training, sowie Elementen aus Yoga, Pilates und anderem. Was für mich eine wesentliche Innovation bei dieser Trainingstunde jedoch ist, das ist die Musik. Endlich höre ich in einer Fitnessklasse keine Technobeats mit synthetischen Melodien und einer meist schrillen Stimme, die singt: „You lift my heart up.“ „And I am lifting weights up lalalala“, denke ich mir dann meistens dazu und werde innerlich aggressiv. Das ist diesmal nicht passiert, denn Gerd spielt Rock- und Metal während dem Training und ich liebe es.

 

Schmäh als Ablenkung

Was sofort auffällt ist, dass Gerd alles andere als schüchtern ist. Er scheint die meisten der anderen Teilnehmerinnen zu kennen und plaudert vor Beginn der Stunde mit ihnen über Neuigkeiten aus ihrem Leben. Die Atmosphäre ist sehr familiär. Er erklärt uns die verschiedenen Übungen. Von Liegestütz bis Springschnur springen und russischen Sit-ups – dabei dreht man seinen Oberkörper während man hochkommt- und das in Intervallen mehrmals wiederholt – alles dient dazu den ganzen Körper zu trainieren und ins Schwitzen zu bringen. „Ich glaube zum Fotos machen, wirst du hier heute nicht kommen.“, warnt er mich mit einem Grinsen im Gesicht. Gerds größter Trumpf ist sein Schmäh. Für ihn ist das Wichtigste der Spaß während seiner Stunden. Er reißt einen Spruch nach dem anderen. Und es hilft. Die Übungen, die primär mit dem eigenen Körpergewicht arbeiten, fordern uns bis ans Äußerste unserer Kräfte. Ich spüre meinen Puls. „Weitermachen. Ihr schafft das. Aufgegeben wird hier nicht, denn Aufgeben tut man nur einen Brief!“ Ich muss Lachen. Gerd ist ein Fitnesscoach und gleichzeitig Entertainer. Sport ist eine Lebensphilosophie, erklärt er. Wir machen Sport nicht für jemand anderen sondern nur für uns selbst und jede sportliche Aktivität bringt uns unserem Ziel näher auch wenn wir danach einen noch so intensiven Muskelkater haben.

 

Der Muskelkater und der Beginn der Verhandlungen

Gerd war einige Jahre als Leistungssportler tätig und ging dann zum Bundesheer. Viele verschiedene Erfahrungen haben ihm unterschiedliche Blickwinkel im Bezug auf körperliche Leistungsfähigkeit eröffnet. Das Trainingskonzept X-Sanity hat er vor eineinhalb Jahren konzipiert. Sein Ziel ist es, einmal sein eigenes Studio für sein ganzheitliches Workout zu haben.

Im zweiten Teil der Stunde zeigt er uns neue Abfolgen für die Intervallübungen. Diesmal arbeiten wir auch am Stepper. „Oh nein, ich habe bereits einen riesigen Muskelkater in den Armen!“, kommentiert eine Teilnehmerin eine Übung für die Oberarmmuskulatur. „Du weißt eh: ’Nein’ ist in Österreich erst der Beginn der Verhandlungsbasis!“, antwortet Gerd und grinst wieder übers ganze Gesicht. Es wird gelitten und gestöhnt im Raum, aber die positive Energie des Trainers motiviert und lässt uns bis zum Ende der Stunde durchhalten.

Zum Abschluss wird noch gedehnt und der Puls wieder auf normale Geschwindigkeit gesenkt. Obwohl ich ausgepowert bin, gehe ich erheitert nach Hause. Ich werde von nun an wohl jedes Mal, wenn ich bei der Post einen Brief aufgebe an Gerd und diese Fitnessstunde denken.

ÜBER DIE AUTORIN:

Die Bloggerin Suzie Léger ist Schauspielerin und Medienkünstlerin. Sie testet das Wiener Sportprogramm auf skurrile Besonderheiten und angesagte Trends im Körperkult. Insbesondere liebt sie die Extreme und lässt sich auf diese Weise für ihr künstlerisches Schaffen inspirieren.

 

Link zum MyClubs Blog: www.myclubs.com/aufgeben-tut-man-nur-einen-brief ‪#‎myclubsblog‬



Informationen zu E-Commerce und Mediengesetz

Mag(FH) Gerd Fuetscher • 1200 Wien • +43 676 7117156